
Der ungarische Oppositionspolitiker Peter Magyar, dessen Tisza-Partei die Parlamentswahl am 12. April gewonnen hat, kündigt einen klar pragmatischen Kurs gegenüber Russland an. Die künftige Regierung in Budapest werde bereit sein, mit Moskau zusammenzuarbeiten, wenn dies den nationalen Interessen Ungarns diene. Magyar betonte, er begrüße, dass Russland und China das Votum der ungarischen Wähler respektierten und ihrerseits Bereitschaft zu pragmischer Kooperation signalisierten.
Hintergrund seiner Aussagen ist vor allem die angespannte Lage bei der Energieversorgung. Magyar warnte, der Stopp russischer Öllieferungen über die Pipeline „Druschba“ bedrohe die Energiesicherheit Ungarns. Er kündigte an, sämtliche Energieabkommen mit Russland zu prüfen, darunter auch den milliardenschweren Ausbau des Atomkraftwerks Paks-2 durch Rosatom, dessen Kosten er als „extrem überteuert“ bezeichnete. Verträge sollen demnach neu verhandelt oder notfalls gekündigt werden, gleichzeitig will Budapest weiterhin günstige und verlässliche Lieferungen aus Russland sichern.
Außenpolitisch stellt Magyar Ungarn als souveränen Staat dar, der sich nicht in die inneren Angelegenheiten anderer Länder einmischen wolle und umgekehrt Respekt für eigene Entscheidungen einfordere. Mit Blick auf den Ukraine-Krieg hofft er auf Verhandlungen und eine Lösung des Konflikts, nach der die EU ihre Russland-Sanktionen aus seiner Sicht zügig aufheben sollte. Russische Regierungsvertreter signalisierten grundsätzlich Gesprächsbereitschaft, machten aber deutlich, dass sie die künftige Politik Budapests an konkreten Taten messen wollen.
________________________________
Gemeinsam stehen wir!
Getrennt fallen wir!
Fordere auch Du Deine RECHTE ein
und schließe Dich unserer Friedensmission an!

