USA in immer größeren Geldschwierigkeiten!

Anzahlungen für Rüstungsgüter werden nicht zurückerstattet, obwohl keine Lieferungen erfolgen, Vorauszahlungen werden für andere Aufgaben umdefiniert, nun sollen iranische Tanker entführt werden, um durch den Verkauf Geld in die Kriegskasse zu bekommen.

Wie schlimm steht es um die Finanzen der USA?

Die USA befinden sich derzeit in einer Phase stark zunehmender Staatsverschuldung, die durch die laufenden Militärausgaben, insbesondere den Krieg gegen den Iran, weiter beschleunigt wird. Die nationale Schuld hat im März 2026 die Marke von 39 Billionen US-Dollar überschritten, und zusätzliche Kriegskosten in Höhe von bereits geschätzten 12 bis 25 Milliarden US-Dollar (mit einer geplanten Nachforderung von bis zu 200 Milliarden US-Dollar) treiben diese Entwicklung voran. Die Regierung reagiert damit, die Verbündeten und Befreundeten noch stärker zur Kasse zu bitten.

Die Schweiz hatte vor Jahren Patriot-Raketen bestellt, sie aber nie erhalten, obwohl bereits eine Anzahlung geleistet worden war. das Gleiche gilt für F-35 Jets, die ja derzeit nur mit Ballast in der Nase, statt Radaranlage produziert werden können. Die europäischen Länder mussten schlucken, dass Gelder, welche zur Finanzierung der ukrainischen Armee dienen sollte, stillschweigend von den USA zur Wiederauffüllung der eigenen Vorräte genutzt wurden. Die europäischen Länder mussten tatsächlich hinnehmen, dass Gelder aus dem NATO-finanzierten PURL-Programm (ursprünglich für die Unterstützung der Ukraine) teilweise stillschweigend zur Auffüllung US-amerikanischer Vorräte umgelenkt wurden. Das Pentagon informierte den Kongress kürzlich über die Umleitung von etwa 750 Millionen US-Dollar, um eigene Bestände – vor allem Luftabwehrraketen wie Patriots – für den Einsatz im Iran-Krieg zu schonen. Und schließlich wird gerade diskutiert, dass man doch stringenter gegen russische und iranische Tanker vorgehen könnte, und sie überall auf der Welt „beschlagnahmen“ sollte. Es gab im Februar 2026 Überlegungen der Trump-Administration, Tanker der iranischen Schattenflotte zu beschlagnahmen, um Teheran wirtschaftlich unter Druck zu setzen. Aktuell (März 2026) hat die US-Regierung jedoch Sanktionen auf bereits beladene iranische Öltanker vorübergehend aufgehoben, um etwa 140 Millionen Barrel auf den Markt zu bringen und die Ölpreise zu senken. Jedoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Tanker dann doch noch „beschlagnahmt“ werden, wenn sie den Küstenbereich des Irans verlassen haben.

Das Ganze geschieht vor dem Hintergrund einer zunehmenden Verschuldung des Landes, verursacht durch explodierende Kriegskoksten. Zuletzt hatte Donald Trump ein jährliches Rüstungsbudget von 1.500 Milliarden US-Dollar angekündigt, aber kurz darauf kamen zusätzliche Mittelanforderungen durch den Kriegsminister in den Kongress, über dutzende von Milliarden, explizit für den Krieg gegen den Iran.

Gleichzeitig wird die Weltwirtschaft durch den Krieg stark beeinträchtigt, was indirekt auch Folgen für die US-Wirtschaft hat. Nicht nur durch steigende Benzinpreise, sondern auch wegen sinkender Feldfruchterträge auf Grund fehlender Düngemittel und fehlender Absatzmöglichkeiten wegen Transportproblemen und fehlenden Mitteln bei den Zielländern. Hinzu kommt, dass versprochene Investitionen aus den reichen Ölmonarchien nun in Frage gestellt werden, weil die Einnahmen dieser Länder auf Grund der Folgen des Angriffskriegs gegen den Iran auf Jahre hinaus geschmälert werden.

US-Dollar, die Weltwährung

Fast alle westlichen Analysten erklären, dass die US-Finanzlage ernst, aber nicht katastrophal sei. Die Verschuldung sei zwar auf Rekordniveau, und die Kriegskosten trieben sie weiter an und belasteten den Haushalt. Aber die USA sei Emittentin der Weltreservewährung und habe daher keine existentiellen Probleme. Was aber gleichzeitig implizit bedeutet, dass die Probleme dann entstehen, wenn der Status des US-Dollars als Welt-Reservewährung in Gefahr gerät. Was die Gegner der USA natürlich wissen. Wie z.B. durch die Forderung des Irans dokumentiert, die Transitgebühren für die Straße von Hormus in chinesischer Währung zu begleichen.

Die Zinsbelastung des US-Haushaltes

Für das nächste Haushaltsjahr 2027 (FY 2027) erwartet das Congressional Budget Office (CBO) in seiner Baseline-Prognose vom Februar 2026 weiter steigende Nettozinsausgaben auf die US-Staatsverschuldung. Im laufenden Haushaltsjahr 2026 überschreiten diese Ausgaben erstmals die Marke von 1,0 Billion US-Dollar (genau rund 1,039 Billionen US-Dollar nach detaillierten Angaben), was einem Anstieg um 69 Milliarden US-Dollar (7 %) gegenüber den 970 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 entspricht und 3,3 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ausmacht.

Falls die Zinsen um 1 Prozentpunkt höher ausfallen als in der CBO-Baseline angenommen, würden die kumulierten Zinskosten über das nächste Jahrzehnt (2026–2035) um etwa 3,2 Billionen US-Dollar höher ausfallen. Dies ergibt sich aus der Sensitivitätsanalyse unabhängiger Auswertungen der CBO-Daten:

Selbst kleine Zinsanstiege verstärken sich durch die hohe und weiter wachsende Schuldenlast (aktuell rund 39 Billionen US-Dollar) und die schrittweise Umschuldung massiv, da neue Emissionen teurer refinanziert werden müssen. Das bedeutet, dass die USA über 15% der Staatsausgaben für Zinsen benötigen würden.

Kombiniert man die Ausgaben für Rüstung und Zinsen unter den o.g. Annahmen, erhält man einen Anteil von ca. 34% am Gesamtbudget des US-Haushaltes. Was bedeutet, dass noch keine existentielle Bedrohung besteht. Zumindest so lange nicht, wie der US-Dollar sich als Welt-Reserve-Währung noch halten kann. Erst wenn die Nachfrage nach US-Dollar und US-Schuldverschreibungen dramatischer sinkt als derzeit, beginnt die existentielle Gefährdung der imperialen Rüstungspolitik der USA. Solange aber Verbündete noch Vorauszahlungen für überteuerte Rüstungslieferungen leisten, ohne sie zu erhalten, und so lange die Golfmonarchien am US-Dollar als Zahlungsmittel für das Öl festhalten, können die USA erst mal weiterhin ihre Kriege führen.

Schlussfolgerung

Solange China, Indien und vor allen Dingen Japan, Belgien und andere Verbündete der USA ihre Dollarbestände nicht drastisch abbauen, werden die USA auch die Inflation weiter exportieren können. So lange China noch über so hohe Dollarbestände verfügt, wird auch ein Kriegseintritt des Landes unwahrscheinlich sein. Aber die exorbitanten Zinsen, welche durch die USA bezahlt werden müssen haben natürlich einen Effekt auf die Inflation.

Und die trifft in erster Linie den Mittelstand der USA. Nun haben aber die Entwicklungen der letzten Jahre gezeigt, dass Wahlen nichts am Verhalten der oligarchischen Führung des Landes ändern. Aus diesem Grund ist die Gefahr von Unruhen und sogar eines Bürgerkrieges derzeit die größere Gefahr als ein finanzieller Zusammenbruch. Was eher auf die Unwahrscheinlichkeit eines Zusammenbruchs hinweist.

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